Flughafenübung am 20. Juni 1998


Lage

Durch verschiedene Warenanlieferungen von Büromöbeln etc. sind Verpackungsabfälle (Holzteile, Kartonagen, Schaumstoff usw.) in größerer Zahl im Treppenraum des Luftfracht-Bürogebäudes (Treppenhaus Mitte) gelagert, wodurch dieser Bereich mit einer sonst nicht üblichen Brandlast beaufschlagt ist.

Durch die Unachtsamkeit eines Mitarbeiters werden die Abfälle aufgrund einer unachtsam weggeworfenen Zigarettenkippe zur Entzündung gebracht.

Es erfolgt eine starke Rauchentwicklung, welche eine schnelle Verqualmung des gesamten Treppenraumbereichs zur Folge hat.

An diesem Samstagvormittag ist nur eine geringe Anzahl an Speditionsmitarbeitern in den einzelnen Büros tätig. Einige werden auf den Rauch aufmerksam und alarmieren die Flughafenfeuerwehr.

Die im Gebäude verbliebenen Personen versuchen sich nun auf verschiedenartigste Weise in Sicherheit zu bringen. Einige von Ihnen begeben sich auf das Dach des Luftfracht-Bürogebäudes, andere hingegen versuchen aufgrund einer sich entwickelnden Angstreaktion durch das verqualmte Treppenhaus ins Freie zu gelangen.

Dabei stürzen einige und ziehen sich multiple Verletzungen zu. Andere erreichen das Freie und brechen dort stark hustend und völlig erschöpft zusammen. Zur zeit des Brandausbruchs befinden sich ca. 15 Personen im Gefährdungsbereich.

Alarmierung

Um 10.00 Uhr geht bei der Feuerwehrleitstelle der Flughafenfeuerwehr folgender Notruf eines Speditionsmitarbeiters ein: "Brand im Treppenhaus Mitte im Luftfrachtbürogebäude, mehrere Personen sind verletzt, starke Rauchentwicklung!".

Der diensthabende Leitstellendisponent alarmiert den Löschzug Gebäudebrand der Flughafenfeuerwehr und infomiert die Rettungsleitstelle Esslingen sowie das Polizeirevier Flughafen.

Entsprechend der AAO (Alarm- und Ausrückordnung) der Flughafenfeuerwehr Stuttgart werden folgende Fahrzeuge alarmiert:

  • Einsatzleitwagen ELW1
  • Hilfeleistungs-Tanklöschfahrzeug HTLF 30/50
  • Teleskopmast TM 54
  • Rettungswagen RTW
  • Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter AB-MANV

Die Rettungsleitstelle Esslingen alarmiert:

  • Notartzeinsatzfahrzeug NEF ( fiktiv)
  • 2 Rettungswagen RTW (fiktiv)
  • EvD Rettungsdienst (fiktiv)
  • SEG Esslingen

Einsatzablauf

Es werden folgende Einsatzschwerpunkte gebildet:

  • Aufbau einer gemeinsamen Einsatzleitung und Einweisung der Einsatzkräfte
  • Rettung aus dem Gefahrenbereich
  • Verletztenübernahme an der Verletztenablage und erste Sichtung
  • Transport der Verletzten zum Verbandplatz
  • Verbandplatz
  • Krankenwagenhalteplatz
  • Transport der Verletzten ins Krankenhaus
  • Abbau

Einige Bilder

 

Einweisung.jpg (21437 Byte)

Einweisung der Einsatzkräfte durch den SEG-Führer

 

abmanv.jpg (20904 Byte)

Verbandplatz: Abrollbehälter AB-MANV der Flughafenfeuerwehr Stuttgart
neben aufblasbarem Zelt. Im Vordergrund bereiten sich die HelferInnen
darauf vor, mit Tragen und Material zur Verletztenablage zu gehen.

 

AufbauVP2.jpg (28490 Byte)

Aufbau des Verbandplatzes mit dem Material aus dem AB-MANV.

 

aufbauvp.jpg (25726 Byte)

Aufbau des Verbandplatzes mit dem Material aus dem AB-MANV.
Hier beim Aufbau der Trageböcke.

 

DRKEinsatzleitung.jpg (28104 Byte)

Der Einsatzleiter DRK gegenüber der Feuerwehreinsatzleitung (nicht sichtbar,
da hinter dem Fotografen)

 

rettung.jpg (26078 Byte)

Die Rettung der Verletzten vom Dach mit Hilfe
des Teleskopmast TM 54. Rechts sieht man das Dreieck zur
Kennzeichnung der Verletztenablage.

 

va.jpg (33271 Byte)

Die Verletztenablage. Primär werden hier natürlich lebensrettende
Sofortmaßnahmen durchgeführt. Bei ausreichendem Personal können auch
mit erweiterten Maßnahmen (vorne links) und der Registrierung (Bildmitte) begonnen werden.

 

Patiententransport.jpg (31256 Byte)

Hier wird der Transport eines Patienten von der
Verletztenablage zum Verbandplatz vorbereitet.

 

Sichtungsaufnahme.jpg (33015 Byte)

Sobald der Verletzte am Verbandplatz eingetroffen ist erfolgt eine
Eingangsregistrierung.

 

sichtung.jpg (33341 Byte)

Im Sichtungszelt des Verbandplatzes. Links der Helfer bei der Registrierung,
im Vordergrund der Notarzt bei der Untersuchung.
Der orange Farbton kommt durch die orangene Zelthaut. Besser wäre eine weiße Zelthaut.

 

Zeltabbau.jpg (27806 Byte)

Abbau: Absaugen des Zeltes

 

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